Immobilienpreise: Bayern legt 2016 besonders stark zu

immobilienpreise bayern legt 2016 besonders stark zu

19.07.2016

Der Freistaat Bayern hat schon seit langem ein Image von Stabilität, Innovationskraft und Lebensqualität. Bayern ragt in vielen Bereichen heraus. Eine hohe Wirtschaftsleistung, weitgehende Vollbeschäftigung, günstige demographische Entwicklung im Vergleich zu anderen Flächenländern, hervorragendes Bildungssystem, sehr gutes internationales Renommee.

Ein günstiges Umfeld also für eine prosperierende Entwicklung auch auf dem Immobilienmarkt. Diese Entwicklung macht sich vor allem bemerkbar, wenn man die Immobilienpreise Bayerns betrachtet. Die Teuerungsraten sind hoch. Doch trotzdem bleibt die Nachfrage nach Immobilien in Bayern ebenfalls außerordentlich hoch. Der Immobilienverband Deutschland ermittelt für das Jahr 2015 ein Transaktionsvolumen von 44,87 Mrd. € und damit einen Anstieg von 10,2 % gegenüber dem Jahr 2014. Für das 1. Quartal 2016 wird gar ein Plus von 15,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal gemessen. Der obere Gutachterausschuss Bayern konstatiert für den gleichen Zeitraum einen deutlichen Rückgang der Immobilientransaktionen in Bayern insgesamt. Da sich das Transaktionsvolumen aber deutlich erhöht hat, lässt sich auf eine prägnante Steigerung der Immobilienpreise Bayerns schließen.

Wir wollen die Entwicklung der Immobilienpreise in Bayern anhand von einigen Beispielen näher betrachten:

Schaut man sich beispielsweise die Entwicklung der Quadratmeterpreise für Wohnungen mit 40 – 80 m² Wohnfläche an, so erreichten die Quadratmeterpreise im Juni 2014 bayernweit durchschnittlich ca. 2.614 €, im Juni 2015 ca. 2.728 € und im Juni 2016 ca. 3.242 €. In zwei Jahren ist damit eine Preissteigerungsrate von etwa 24 % zu verzeichnen, im letzten Jahr allein liegt die Steigerung bei durchschnittlich 19,6 %.

Bei Häusern mit 100-140 m² Wohnfläche zeigt sich die Preisentwicklung der letzten beiden Jahre in Bayern insgesamt so: Im Juni 2014 kostete ein Haus dieser Kategorie etwa 263.000 €, im Juni 2015 etwa 274.000 € und im Juni 2016 etwa 290.000 €, damit lag die Preissteigerung über zwei Jahre bei etwa 10 %, im letzten Jahr bei ca. 6 %. Häuser ab 180 m² Wohnfläche kosteten im Juni 2014 durchschnittlich 556.000 €, im Juni 2015 im Schnitt 580.000 € und im Juni 2016 bereits ca. 641.000 €. Die Preissteigerung lag damit über zwei Jahre hinweg betrachtet bei ca. 15 %, im letzten Jahr allein bei ca. 11 %.

Dies sind wohlgemerkt Durchschnittszahlen für „Immobilienpreise Bayern“ über den ganzen Freistaat hinweg betrachtet. Die verschiedenen Regionen in Bayern unterscheiden sich hinsichtlich der Preise von Immobilien erheblich. Es gibt zum einen natürlich ein Gefälle von Land zu Ballungsgebieten, aber auch ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. So liegen die Durchschnittspreise für ein wiederverkauftes Ein-/Zweifamilienhaus in Ober- und Unterfranken z. T. unter 150.000 €, im südlichen Mittelfranken, in Nordschwaben oder dem östlichen Niederbayern zwischen 150.000 und 200.000 €, im südlichen Schwaben und dem östlichen Oberbayern rangieren die Preise meist zwischen 250.000 – 350.000 €, in der Region Nürnberg sind dann schon Preise zwischen 350.000 – 600.000 € üblich. In der Region München zeigt die Statistik für Doppelhaushälften und Reihenhäuser durchschnittliche Immobilienpreise von 760.000 – 800.000 €, für Einfamilienhäuser zwischen 1,2 und 1,5 Mio. €.

Immobilienpreise in München gehören zur deutschen Spitze

Überhaupt gehören die Immobilienpreise in München zur deutschen Spitze und hier sind auch die höchsten Kaufpreisanstiege zu verzeichnen. Nur um einen Eindruck zu vermitteln: von 2005 bis 2015 stiegen die Preise für Baugrundstücke in München um satte 174,8 %, von damals 605 €/m² auf 1.663 €/m². Die Steigerungsraten bei den Baugrundstücken fiel mit Abstand am höchsten aus, aber auch ein Anstieg um 99 % bei bestehenden Eigentumswohnungen im gleichen Zeitraum, um 92,6 % bei neu gebauten Eigentumswohnungen und ca. 50 % bei Mietwohnungen sagt einiges.

Wenn nun auch die Preise für Mietwohnungen steigen, wie sie es in den meisten Teilen Bayerns tun, sind natürlich ebenfalls Mietpreissteigerungen konsequent. Auch wenn die Mietpreise insgesamt schon hoch sind, und laut Mietervertretungen das erträgliche Maß für Mieter längst erreicht ist, ist ein Stopp oder eine Umkehrung des Trends, vor allem in Ballungsräumen, wohl kaum realistisch. Im Herbst 2015 lag der durchschnittliche Mietpreis in Bayerns Großstädten im Schnitt bei 10,20 €/m². Etwas teurer war Ingolstadt mit 11,40 €/m², Erlangen mit 11,60 €/m². In München gab es wenige Mietwohnungen, die günstiger als 12 €/m² waren, der Durchschnitt lag bei ca. 14,70 €/m². Bezeichnend waren auch die Zahlen für den Anstieg der Mietzinsen. Betrachtet man den Anstieg in den letzten 5 Jahren, so lag Ingolstadt mit 37,3 % Steigerung an der Spitze, gefolgt von Augsburg mit 21,9 % und Nürnberg mit 20,3 %.

Herzliche Grüße vom Rotkreuzplatz,

Ihr Rainer Fischer
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Quellen: immowelt.de; Oberer Gutachterausschuss Bayern: Immobilienmarktbericht Bayern; IVD Immo Professional Süd 2/2016

Titelbild: magann / bigstockphoto.com

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