Immer Ärger mit den Mietspiegeln und der Mietpreisbremse

Aerger mit den Mietspiegeln und der Mietpreisbremse

13.07.2017

Eigentlich ist ein Mietspiegel eine einfache Sache: Er soll unter anderem den Mietern und Vermietern dienen, um einen Orientierungswert bei der Neuvermietung und bei den Mieterhöhungen zu haben.

Der Mietspiegel sollte sich auf Neuvermietungswerte und Mietanpassungen aus dem frei finanzierten Wohnungsmarkt, also z.B. nicht aus Sozial- und Genossenschaftswohnungen, beziehen.
Die Mietpreisbremse soll bei Neuvermietungen die Miethöhe deckeln, was natürlich sowieso ein heikles Thema ist (politische Marktregulierung).

Jetzt sieht es danach aus, dass tatsächlich beim Mietspiegel getrickst wird.

Unter der Überschrift „Münchner Mietspiegel 2017 – die Stadt täuscht und trickst“ erläutert der Haus- und Grundbesitzerverein in der Juni Ausgabe seiner Zeitschrift wie einerseits die Stadt München sich darum windet ihre Daten offen zu legen und andererseits vermutlich auch Werte verwendet hat, die aus dem Bereich der Genossenschaftswohnungen stammt, was nicht zulässig ist. Laut Haus und Grund könnte sich daraus auch die Differenz von fast 25% ergeben, die zwischen Mietspiegel und einer Befragung von 6.700 Lesern von 2 Zeitungen ergibt. Wenn hier tatsächlich kräftig gemogelt wurde, dann werden in absehbarer Zeit die Gerichte in München Entscheidungen zu treffen haben. Das ist äußerst ungut, weil es wichtig ist, dass der Ärger zwischen Vermieter (Geldanleger) und Mietern auf ein Minimum reduziert wird. Man braucht sich nämlich gegenseitig!

Aber der Mietspiegel München ist nicht der Einzige, der in der Kritik steht.

In Berlin wurde der Mietspiegel zuerst von einem Gericht gekippt, dann aber von der nächsten Instanz wieder bestätigt.

In Hamburg wurde soeben in einem Gerichtsverfahren die Mietpreisbremse in Hamburg für ungültig erklärt. Die Begründung war hier, dass die Mietpreisbremse für Hamburg ungenügend begründet sei und daher keine Anwendung findet.

Hamburg erklärt Mietpreisbremse für unwirksam

Während ich an diesem Artikel sitze und ihn schreibe kommt schon das nächste Urteil herein: Das Amtsgericht in München hat soeben (21.6.17) die Mietpreisbremse für ungültig erklärt. In der Urteilsverkündung heißt es, dass die Mieterschutzverordnung für München nicht anwendbar ist. Dies gilt für 138 Gemeinden. Spannend.

Insgesamt beißt sich hier die Katze in den Schwanz. Mieten sollten einigermaßen bezahlbar sein. Damit dies in München der Fall ist, müsste ein Überschuss an Mietwohnungen vorhanden sein. (Der Markt reguliert sich selbst.) Dem ist aber nicht so. Auch das Erstellen von Neubauwohnung ist alleine schon wegen der Problematik der Infrastruktur (schon jetzt übervolle Straßen) nur eingeschränkt möglich. Und je mehr der Staat eingreift umso weniger haben Wohnungskäufer Interesse an der Vermietung, fühlen sich enteignet und kaufen somit keine Wohnungen als Geldanlage mehr (dies ist aktuell kaschiert durch die Niedrigzinsphase).

Dies ist keine kleine Herausforderung. Auch weil politische Konzepte häufig nicht wirklich funktionsfähig sind und die Lage noch mehr verschlechtern. (Beispiel Bestellerprinzip)

Möglicherweise müssen hier ganz neue Konzepte durchdacht, diskutiert und probiert werden. Müssen große Unternehmen direkt in der Stadt sein oder geht das auch anders? Funktioniert eine höhere Bebauung gepaart mit einem neuen Transportsystem als Konzept und wie schnell kann man es umsetzen? Bleibt zu hoffen, dass ein paar schlaue Köpfe mit Fachkenntnis diese Problematik lösen können.

Herzliche Grüße,

Rainer Fischer
Ihr Immobilienmakler München für den stressfreien Verkauf

Rainer Fischer, Immobilienmakler für München und Umgebung
Inhaber Rainer Fischer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Telefon +49 89-131320
Kontakt


Rainer Fischer ist seit fast 25 Jahren als ein seriöser Immobilienmakler in München tätig und hat in diesem Zeitraum an die 1.000 Immobilien verkauft. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung bietet er Immobilienbesitzern seine professionelle Hilfe für einen stressfreien Immobilien Verkauf an. Rufen Sie ihn an Tel. +49 89-131320 oder senden Sie ihm eine E-Mail über unsere Kontakt Seite.


WEITERE EMPFEHLUNGEN:


Senden Sie mir Ihre Kontaktdaten mit dem Zusatz “Newsletter” und Sie erhalten jede Woche kostenlos einen elektronischen Newsletter (E-Mail) mit meinen aktuellen Immobilienangeboten und weiteren interessanten Tipps aus der Praxis zum Thema Immobilienkauf und Verkauf.

Von dieser Versandliste können Sie sich jederzeit mit einem Klick wieder abmelden. Die Teilnahme ist völlig unverbindlich und Ihre E-Mail Adresse wird garantiert nicht an Dritte weitergegeben.


Bildnachweis: maxxyustas | bigstockphoto.com

Immer Ärger mit den Mietspiegeln und der Mietpreisbremse
5 (100%) 1 vote

UNSERE MITGLIEDSCHAFTEN

Seit vielen Jahren sind wir Mitglied renommierter Vereine und Internet Platformen im Immobilienbereich, und konnten schon einige Auszeichnungen erlangen.

d9hhrg4mnvzow
IVD
IHK
BELLEVUE
GESM
GESM
Immo welt