Bayerischer Immobilienmarkt weiter im Höhenflug

Bayerischer Immobilienmarkt weiter im Hoehenflug

20.04.2017

Immobilienpreise in Bayern steigen seit 2009 kontinuierlich

In den vergangenen Jahren legten die bayerischen Immobilien insgesamt eine beachtliche Wertsteigerung hin. Den aktuellen Zahlen des Immobilienverbands Deutschland zufolge setzt sich der Trend wohl auch weiter fort. Die seit Längerem anhaltende Niedrigzinsphase und fehlende Anlagealternativen veranlassen Anlagewillige, ihr Geld in Immobilien zu investieren – ein wesentlicher Faktor für die generell hohe Immobiliennachfrage in Bayern.

Langzeit- und aktuelle Entwicklung der Immobilienpreise in Bayern

Nimmt man die Zahlen der letzten 10 Jahre, so zeigen sich bayernweit bei den Baugrundpreisen für Einfamilienhäuser im Schnitt 86,8 % Steigerungsrate, bei Grundstücken für Geschossbau 57,9 %; frei stehende Einfamilienhäuser konnten in 10 Jahren um durchschnittlich 63,8 % zulegen, gebrauchte Doppelhaushälften um 66,6 %, gebrauchte Reihenmittelhäuser um 56,6 %, gebrauchte Eigentumswohnungen um durchschnittlich 65,3 % und Neubau-Eigentumswohnungen um etwa 57,6 %.

Über einen kürzeren aktuellen Zeitraum, vom Frühjahr bis zum Herbst 2016 betrachtet, zeigen die Zahlen des Immobilienverbands Deutschland folgende Steigerungsraten:

  • Einfamilienhaus-Grundstücke 4,7 %
  • Geschossbau-Grundstücke 4,3 %
  • freistehende Einfamilienhäuser 3,5 %
  • gebrauchte Doppelhaushälften 4,0 %
  • Neubau-Doppelhaushälften 4,7 %
  • gebrauchte und neue gebaute Reihenmittelhäuser jeweils 3,5 %
  • gebrauchte Eigentumswohnungen 4,2 %
  • Neubau-Eigentumswohnungen 4,0 %.

Das sind die Zahlen für ganz Bayern, wobei die Unterschiede in den verschiedenen Regionen des Freistaats eher gering ausfallen. Abgesehen von der Region München, auf die wir gleich noch eingehen werden, sind lediglich kleine Unterschiede zwischen Städten unter und über 50.000 Einwohnern bzw. Großstädten statistisch relevant. Im allgemeinen Durchschnitt steigerten sich die Immobilienpreise in Städten unter 50.000 Einwohnern um durchschnittlich 4,2 %, während die Steigerungsrate in Städten über 50.000 Einwohner im Mittel bei 4,7 % lag.

Nun zu München: Dass die Immobilienpreise am Münchener Immobilienmarkt hoch sind, ist durch die alltägliche Berichterstattung prinzipiell kein Novum. Doch in welchem Maße legen Immobilien im Raum München tatsächlich an Wert zu? Nehmen wir auch hier die Vergleichszahlen Frühling bis Herbst 2016: Demnach konnten in München in diesem Zeitraum:

  • Baugrundstücke für Einfamilienhäuser um 8,1 % zulegen.
  • Grundstücke für den Geschossbau um 6,3 %.
  • Freistehende Einfamilienhäuser verteuerten sich um durchschnittlich 3,9 %.
  • Gebrauchte Doppelhaushälften um etwa 2,1 %.
  • Neue Doppelhaushälften um stattliche 7,5 %.
  • Gebrauchte Reihenmittelhäuser um 4,0 %.
  • Neue Reihenmittelhäuser um 3,0 %.

Auf dem Markt für Eigentumswohnungen erhöhten sich die Immobilienpreise in München um durchschnittlich 5,7 % für gebrauchte Wohnungen, um 5,8 % für neue Wohnungen.
Insgesamt liegt die Teuerung hier also deutlich über den Werten für Gesamt-Bayern.

Über einen Zeitraum von 10 Jahren betrachtet haben sich die Preise für Häuser und Wohnungen in München je nach Objektart zum Teil verdoppelt, die Grundstückspreise für individuelle Wohnbebauung haben sich in München im Schnitt sogar verdreifacht.

Der bayerische Immobilienmarkt hat seit 2009 Hochkonjunktur
Das Gesamttransaktionsvolumen für das Jahr 2016 in Bayern gibt der Immobilienverband (IVD) mit knapp 51 Milliarden Euro an, 2015 waren es noch knapp 45 Milliarden, vor 5 Jahren waren es noch knapp 34 Milliarden Euro. Insgesamt ist das Gesamttransaktionsvolumen seit 2009 jedes Jahr gestiegen. Der bayerische Immobilienmarkt hat seither Hochkonjunktur. Und für 2017 sieht es, falls sich die Rahmenbedingungen nicht deutlich ändern, nach einer Fortsetzung aus.

Ein einerseits erfreulicher Trend zeichnet sich bei der Entstehung von neu gebauten Wohnungen in Bayern ab:
Für das Jahr 2016 gibt das bayerische Bauministerium die Zahl von 74.542 neuen Baugenehmigungen bekannt. Das ist gegenüber 2015 mit 61.870 Genehmigungen und 2014 mit etwa 59.000 eine deutliche Steigerung. Demgegenüber mahnen Experten aber an, dass letztlich auch Fertigstellungen auf die Genehmigungen folgen müssen. Gesetzliche Regelungen würden diesen Prozess derzeit effektiv erschweren. Außerdem reiche die aktuell gute Neubausituation leider noch nicht aus, um den enormen gegenwärtigen und künftigen Bedarf an bezahlbaren Wohnungen und Mietwohnungen abzudecken. Hierzu brauche es mehr Ausweisung von Bauland, beschleunigte Verfahren bei der Baugenehmigung. Außerdem müsse die Nachverdichtung in den Innenstädten flexibilisiert werden.

Quellen: IVD Immo Professional Süd 4/2016, ivd.net, sparkassen-immo.de, statistik.bayern.de


Dieser Artikel wurde von Rainer Fischer, Immobilienmakler München, erstellt. Rainer Fischer ist seit fast 25 Jahren als ein seriöser Immobilienmakler in München tätig und hat in diesem Zeitraum an die 1.000 Immobilien verkauft. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrung bietet er Immobilienbesitzern seine professionelle Hilfe für einen stressfreien Immobilien Verkauf an. Rufen Sie ihn an Tel. +49 89-131320 oder senden Sie ihm eine E-Mail über unsere Kontakt Seite.


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